Als wäre die Zeit stehen geblieben! Am Abend trafen sich die „Aufstiegshelden“ von 1999 im Vereinsheim – 20 Jahre nach der Meisterschaft in der Kreisliga B und dem damit verbundenen Aufstieg in die A-Klasse.

Es war eine ganz besondere Atmosphäre – die Jungs‘ machten einfach da weiter, wo sie als Mannschaft vor zwei Jahrzehnten aufgehört hatten – sie feierten, lagen sich in den Armen, sangen alte „Schlachtrufe“. Die „alten Zeiten“ wurden fast schon minutiös noch einmal gemeinsam durchlebt, insbesondere der 29. Spieltag, damals im Mai 1999, als unser Team im Spiel beim BV Wevelinghoven II in der 91. Minute ausgerechnet durch den bis dahin torlosen Aussenverteidiger und heutiges Vorstandsmitglied Holger Jerzy das 1:0-Siegtor schoss und damit den Aufstieg perfekt machte. Im Autokorso ging es dann von Wevelinghoven zurück nach Vorst, allerdings mit einem vorherigen Abstecher vorbei beim damals Zweitplatzierten SC Kapellen II.

Als Holger Jerzy dann ein Video zeigte – aufgenommen unmittelbar nach Schlusspfiff – spätestens da durchlebten alle Spieler und Mitwirkende noch einmal das unbeschreibliche Glücksgefühl, den Moment des Triumphes. Trainer Roger Steinbach holte alle Jungs‘ an den Tisch und bat um Ruhe, um das Wort zu ergreifen, Nun lauschten alle „Aufstiegshelden“ noch einmal gebannt den Ausführungen ihres Trainers, ja das Gefühl einer Mannschaftsbesprechung machte sich im Vereinsheim breit. „Rotsch“ wie die heute  immer noch eingeschworene Truppe ihren Coach nennt, erinnerte an die Mannschaftskameraden, die nicht mehr unter uns weilen. Noch ernster wurden die Mienen der Spieler, als Roger Steinbach dann aus seinen damaligen Trainer-Aufzeichnungen zitierte. Lehrerhaft las er seiner Truppe nicht nur die damaligen Aufstellungen vor, sondern auch die Noten, die er seinerzeit seinen Kickern im „stillen Kämmerlein“ gab – 20 Jahre später erfuhren die Jungs‘ dann auch einmal ihr Zeugnis, gefüllt mit der einen oder anderen Anekdote, was den Saal zum Beben brachte.

Manche Spieler tauchten in ihren verwaschenen, schwarz-weiss gestreiften Aufstiegstrikots auf, zeigten damit ihre tiefe Verbundenheit mit dem Team. Irgendwie war es schon damals ein ganz besonderer Haufen mit einem sehr ausgeprägten Sinn für Teamgeist, der auch am Abend den Raum in allen Ecken füllte, ja erlebbar machte.

Rolf Gedack, der gemeinsam mit unserem heutigen Jugendleiter und damaligen „Tormaschine“ Thomas Müllers den „Mannschafts-Abend organisierte, hatte Zeitungsausschnitte, Urkunden und ein Haufen Bilder in einer Nostalgie-Eckezusammengetragen. Alle steckten ihre Köpfe in die schon leicht vergilbten Zeitungsausschnitte in Klarsichtfolie, Erinnerungen kamen hoch – „weißte noch…?“, damit begannen immer wieder neue lustige Gespräche, die Köpfe wurde zusammengesteckt und schon waren die Jungs‘ wieder im Jahr 1999.  Jede Menge Geschichten aus alten Tagen wurden mit so viel Heiterkeit erzählt, über die wir in unserem Jubiläumsmagazin, dass zur Sportwoche 2020 zum 75. Vereinsgeburtstag erscheint, hautnah berichten werden – darauf könnt ihr euch schon heute freuen.

Zwanzig Spieler, Trainer, Sponsor damalige und aktuelle Vorstandsmitglieder verbrachten einen unvergessenen Nostaligie-Abend „zuhause“ im Vereinsheim unter Freunden, einfach unter echten Sportfreunden. Vielleicht ist es dass, was unseren Verein für uns zu etwas ganz Besonderen macht – einfach zuhause anzukommen.

Unser großer Dank gilt allen, – insbesondere Rolf Gedack – die dazu beigetragen haben, aus dem Abend ein besonderes Erlebnis zu machen!